gewidmet · liebe und zuneigung · mindfuck · Songtext

An die Zurückgebliebenen

Auch dieser nachfolgende Text entstand im Rahmen eines Musikprojekt’s als Songtext und ist deswegen nicht als ein normales (unvertontes) Gedicht zu sehen. Damit es dennoch wie eines gelesen werden kann, habe ich alle musikalischen Anmerkungen entfernt.

Du folgst jetzt schon seit langem einem anderen Sternenlicht.
Und wie es dir so geht, weiß ich seit langer Zeit schon nicht.
Denn es hat uns fortgeweht und trotzdem denke ich an dich.
Das war nicht unser Planet und viel zu abenteuerlich.

Doch im Dunklen trage ich mein dunkles Büßergewand.
Und im Dunklen habe ich so vieles für mich erkannt.
Was der Tag uns hält verborgen, hat des Nachts mich überrannt.
Ich versteh‘ nun deine Sorgen, die ich in dich eingebrannt.

Wir flogen haltlos durch die Nacht, wir haben’s nicht geschafft.
Und was immer du gedacht, uns fehlte doch die Kraft,
uns zu erheben; es stand viel zu viel dagegen.
Hauptsächlich das Leben; denn du bist schließlich aufgewacht.

Du hast mir so vieles gegeben, bist so oft für mich verbrannt.
Wie oft bin ich weggerannt, durchtrennte ich unser Band,
verstreute ich, was übrig blieb, in unser’m Tränenmeer.
Und ich habe dich geliebt, vielleicht sogar zu sehr.

Ich widme diese Zeilen denen, die zurück geblieben sind.
Die meinem Weg nicht folgen durften und für die ich zu oft blind.
Jenen, die mich nicht erreichten, doch mit denen es beginnt.
Und weil ihr mich doch erreicht habt, bin ich heute, wer ich bin.

Wir konnten nicht zusammen fliegen, das bedauere ich sehr.
Und wir konnten nicht besiegen das Dämonenheer,
das wie ein tiefes Meer zwischen unseren Leben liegt.
Und vielleicht haben wir uns einmal zu sehr geliebt.

Doch vielleicht haben wir uns auch einfach leer geliebt.
Und egal, was da als Grund sich zwischen unsere Herzen schiebt,
wir sind für einen Augenblick ein Teil im Kosmos gewesen,
als ein gemeinsames Wesen, das zu den Sternen fliegt.

Und ich widme diese Zeilen denen, deren Herz ich brach.
Denen, die bei mir verweilten, weil ich euch zu viel versprach.
Jenen, die mich heilen wollten, deren Pflaster ich doch war.
Für das „Hätte“ und das „Sollte“, und das, was ich euch noch nahm.

Ich bedaure wirklich sehr, wie das so alles mit uns lief.
Und es schmerzt mich einmal mehr, dass ich nicht deinen Namen rief,
und dich im Regen stehen ließ, mit falschen Träumen im Blick.
Doch wenn du ehrlich zu dir bist, war’s nur ein kurzer Kick.

Bis zu dem Augenblick, als unser Schiff auf Klippen stieß.
Manchmal gibt es kein Zurück und Träume werden zum Verlies,
in dem ich dich verließ; in dem ich dich alleine ließ.
Und vielleicht hatten wir uns auch damals nicht verdient.

Doch egal, was sich als Grund auch immer zwischen uns schiebt.
Vergebung ist nicht nur ein Wort, sondern sie wird auch gelebt.
Die Erinnerung ist ein Hort, in der die Zukunft sich webt.
Und ich vergebe uns sofort, weil man halt manchmal unterliegt.

Ich widme diese Zeilen dir, der keinen Frieden bei mir fand.
Und ich bete jeden Tag dafür, dass du es mir vergeben kannst.
Das mit uns war Teil des Spiels, doch jetzt durchtrenn ich unser Band.
Und auch ich vergebe mir, und allem, was zwischen uns stand.

Und an dieser Stelle noch mal der Hinweis: alle hier auf dem Blog gezeigten Texte unterliegen meinem Copyright, sofern kein anderer Hinweis auf Fremdtexte vorliegt, die durch Quellenangabe gekennzeichnet sind. Vielen Dank :).

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Ein Kommentar zu „An die Zurückgebliebenen

  1. Ich verneige mich vor Dir. (Was Du ja schon weißt 😊)

    Wenn Du Deinen Text mit Musik – im fertigen Song – hörst, wirst Du den Tränen nahe sein, glaube ich.
    Es ist solch ein wundervolles Gefühl!

    Ich freue mich jedenfalls schon drauf und hoffe, es zu hören bekommen. 💟

    Herzliche Abendgrüße
    Sylvia

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