gewidmet

Vater (von Sylvia)

Heute habe ich die Ehre, etwas ganz besonderes veröffentlichen zu dürfen/können. Dabei handelt es sich um ein Gedicht, dass die liebe Sylvia (wer hier schon mal mitliest dürfte sie bereits kennen – eine tolle Frau, deren Schreibstil und die Art, wie (und welche) Themen sie anpackt ich sehr mag ⇒ https://sckling.wordpress.com/) geschrieben hat aufgrund meines Gedichtes, das ich für meinen Vater (ihm zum Tode gewidmet) schrieb.

Liebe Sylvia, vielen herzlichen Dank dafür, ich fühle mich wirklich sehr geehrt und bin ausgeprochen gerührt über diese tollen Zeilen – auch wenn sie mich zum Weinen gebracht haben,  was aber nichts mit deinem Gedicht sondern mit dem Verlust zu tun hat, dessen Schmerz jetzt nach einem Jahr unaufhaltsam nach draußen dringt. Jedenfalls: Danke! Auch dafür, dass ich das Gedicht hier veröffentlichen darf 💕.

Es gilt wie immer:  Das Verwenden und Weiterverarbeiten des Textes ist, auch Auszugsweise, nicht oder nur mit mit Genehmigung der Autorin gestattet.

Vater

Für Alex und Julita

Du wolltest gehen,
dorthin wo
Lieder göttlich klingen,
du wolltest gehen,
wo es aufhört,
dieses ewge
LebensRingen
Du wolltest gehen,
ohne uns
ein klagevolles Lebewohl
zu sagen,
du wolltest gehen,
bevor dich
würdelose Schmerzen
plagen.
Du wolltest gehen,
deine Augen
traurigmutig im
düsteren Gemach,
du wolltest gehen,
ich hielt deine
kalte Hand, bis sie
mit dem Leben brach.
Du wolltest gehen,
da dein letzter LebensZug
schon lange abgefahren,
du wolltest gehen,
und mein TotenGebet
verhallt in diesen Jahren.
Du wolltest gehen,
lässt mich für Mutter
da als Trost,
du wolltest gehen,
da hab ich deine
Wangen inniglich liebkost.
Vater
Du wolltest gehen,
von dir die Asche
mir nur bleibt,
du wolltest gehen,
kein Wort je
meinen Schmerz beschreibt.
Du wolltest gehen,
der Mond steigt
herab in jeder Nacht,
der weise,
jede meiner
ungeweinten,
tief vergrabnen Tränen
und meine
Liebe auf Ewiglich bewacht.

SK (Sylvia Kling)


Ich liebe dich Papa, und habe es dir leider viel zu wenig im Leben gesagt, und jetzt, wo du fort bist, wird mir schmerzlich bewusst, bei all den Schwierigkeiten, die wir hatten, wie sehr du mir fehlst, obwohl wir so gut wie nie einer Meinung waren, wir nie ein inniges Verhältnis hatten, und ich nie verstand, wie du so sein konntest wie du warst. Das alles ist unerheblich geworden im Angesicht des Todes und im Laufe der OhneDichZeit. Wenn Vergebung angebracht ist, dann ist sie hiermit gegeben. Ich wünschte nur, ich hätte es dir persönlich sagen können, der du für mich kaum eine liebevolle Zeile und lediglich „Grüße“ übrig hattest in den letzten Stunden deines Lebens, aber dafür viele Aufträge für das „Danach – nach dir“. Ich hätte mir gewünscht, du hättest mir mehr zu sagen gehabt, bevor du den Weg in die nächste Welt antrittst. Ich wollte immer nur, dass du mich liebst und das du stolz auf mich bist. Nun werde ich niemals erfahren, ob wenigstens eines davon wahr gewesen ist.

Trotzdem, auch wenn es dumm sein mag, du bist mein Papa, und ich liebe und vermisse dich:
❤️❤️❤️

✮ Mein Gedicht – Ein neuer Stern (Papa) ✮

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5 Kommentare zu „Vater (von Sylvia)

  1. Meine liebe Alex,
    das hast Du so berührend geschrieben.
    Schon damals, als ich von Dir erfuhr, was geschah und wie es Dich schmerzt, hat es .ich so berührt und die Verse entstehen lassen!
    Danke für diese persönlichen Ein- Blicke 💜💛💚.

    Innigst,
    Sylvia
    (Bütte, bütte mit „y“ – nur der Ordnung halber 💋)

    Gefällt 1 Person

    1. Ich danke DIR, liebe Sylvia (Gott, ist mir das mit dem Namen peinlich 🤦🏻‍♀️ – hab ich natürlich sofort geändert, ganz dickes Sorry, tut mir soooo leid 😔). Ich fühle mich wirklich geehrt und gerührt, dass du u.A. für mich ein Gedicht geschrieben hast. Außerdem bin ich sehr dankbar, dass ich dich kennengelernt habe – Vielen Dank 💕

      Gefällt 1 Person

      1. Das muss Dir doch nicht peinlich sein. Es ist nur ein Name (nur denke ich mit „i“dann immer, es ist nicht meiner). Alles ist gut! 💜
        Hach, und ich habe das Gedicht monatelang zurückgehalten 😯😕, da ich Dich nicht belasten wollte.
        Ich freue mich auch sehr, Dich kenenzulernen. 💜

        Gefällt 1 Person

    2. Es ist DEIN Name, ganz genau, und deswegen ist es ärgerlich und peinlich (für mich ^^), dass ich dir ein „i“ unterjuble, wo ein „y“ hingehört. Obwohl ich auch immer schmunzle, wenn man mir ein „ks“ untrjubelt anstatt einem x.

      Du bist wirklich lieb und groß, vielen Dank liebe Sylvia. Ich bin wirklich froh, dass ich dich kennengelernt habe. 💗💕

      Gefällt 1 Person

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